
KOTARBAU Gärtopf 5 Liter
5-Liter-Steinzeugtopf mit Deckel und Wasserrinne. Sinnvoll, wenn du regelmäßig mehr als ein kleines Glas ansetzen möchtest.
Bei Amazon ansehenFermentieren · Sauerkraut
Der komplette Anfänger-Ablauf: Salzmenge, Vorbereitung, fünf Schritte, Temperatur und Dauer, Warnzeichen, Lagerung und sinnvolles Equipment.
1 kg Weißkohl + 20 g Salz. Fest verdichten, unter der Lake halten und kontrolliert fermentieren.

Die vorhandene Anleitung arbeitet mit exakt abgewogenem Salz statt einer Dosierung nach Gefühl.
Festes Einfüllen und ein passendes Gewicht helfen, aufschwimmende Kohlstreifen zurückzuhalten.
Kohl und Salz mit der Waage dosieren; die Rezeptmenge nicht nach Gefühl reduzieren.
Kohl während der Fermentation vollständig von Flüssigkeit bedeckt halten.
Genug Platz für Lake und Gasbildung lassen.
Die vorhandene Anleitung nennt etwa 21–24 °C als häufig empfohlenen Bereich.
Bei pelzigem Schimmel, schleimiger Konsistenz oder deutlich fauligem Geruch nicht probieren.
Sauerkraut selber machen braucht keine komplizierte Küche: Für eine kleine Portion reichen frischer Weißkohl, exakt abgewogenes Salz, ein geeignetes Glas und eine Methode, mit der der Kohl während der Gärung zuverlässig unter der Lake bleibt.
Für diesen Anfänger-Guide arbeiten wir mit 1 kg Weißkohl und 20 g Salz. Entscheidend sind nicht möglichst viele Spezialgeräte, sondern sauberes Arbeiten, die passende Salzmenge, ausreichend Kopfraum und eine kontrollierte Fermentation.
Wenn du vor dem Rezept erst die Grundprinzipien der Milchsäuregärung verstehen möchtest, lies unseren Guide „Fermentieren für Anfänger“. Dort erklären wir Salz, Lake, Gärung und typische Warnzeichen unabhängig vom einzelnen Rezept.
Die Zutatenliste ist bewusst kurz. Je weniger du am Grundrezept veränderst, desto leichter kannst du beurteilen, ob der Prozess normal läuft.

| Was du brauchst | Menge / Funktion | Hinweis |
|---|---|---|
| Weißkohl | 1 kg, geputzt und fein geschnitten | Feste, frische Köpfe verwenden. |
| Salz | 20 g | Mit der Waage dosieren, nicht nach Löffelvolumen. |
| Gefäß | ausreichend groß, lebensmittelecht | Kopfraum für Lake und Gasbildung lassen. |
| Gewicht | hält den Kohl unter Lake | Glasgewicht oder zum Gefäß passendes System. |
Für kleine Chargen kann ein ausreichend großes Glas funktionieren. Ein spezielles Fermentiergefäß ist nicht zwingend nötig, macht zwei Dinge aber einfacher: Es hält den Kohl mit einem passenden Gewicht unter der Lake und bietet – je nach System – einen kontrollierten Weg für entstehende Gase.
Bei Schraub- oder Bügelgläsern darfst du den Druck nicht ignorieren. Nutze einen zum Fermentieren geeigneten Verschluss beziehungsweise ein Ventilsystem und beachte die Hinweise des Gefäßherstellers. Für größere Mengen ist ein klassischer Gärtopf mit Wasserrinne oft komfortabler.
Drei Gefäßlösungen für deinen Sauerkraut-Ansatz.

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Wenn du die verschiedenen Systeme genauer vergleichen möchtest, findest du in unserem Ratgeber zu Fermentiergläsern und Starter-Sets die Unterschiede zwischen Glas, Gärtopf, Gewicht und Ventil ausführlicher erklärt.
Salz ist bei Sauerkraut nicht nur Geschmackssache. Es beeinflusst, welche Mikroorganismen sich während der Fermentation durchsetzen und wie schnell der Kohl Wasser abgibt. Deshalb solltest du die Salzmenge nicht nach Gefühl reduzieren.

Für diesen deutschen Guide nutzen wir 20 g Salz auf 1 kg vorbereiteten Kohl. Das sind exakt 2,0 Prozent des Kohlgewichts. Grundlage für diese Gewichtsberechnung ist die Empfehlung der Colorado State University Extension, Sauerkraut mit 2–2,5 Prozent Salz bezogen auf das Kohlgewicht anzusetzen. Wiege den geputzten, geschnittenen Kohl und berechne das Salz danach; bei 1 kg sind 20 g die Untergrenze dieses Bereichs und werden in diesem Rezept nicht weiter reduziert.
Das National Center for Home Food Preservation und Penn State Extension veröffentlichen eigene geprüfte Sauerkrautverfahren mit fest vorgegebenen Salzverhältnissen; Penn State verwendet für seine spezielle Kleinglas-Methode ein höheres Verhältnis. Diese Verfahren bestätigen nicht die 20-g/kg-Angabe dieses Artikels, sondern dienen hier ergänzend zur Einordnung von Salzdisziplin, Temperatur, Unter-Lake-Haltung und Verderbzeichen. Die Mengen verschiedener Verfahren werden nicht miteinander vermischt.
Für gut reproduzierbare Ergebnisse ist ein reines Salz ohne unnötige Zusätze die einfachste Wahl. In US-Fachverfahren wird Einmach- beziehungsweise Pickling-Salz bevorzugt. Wenn du in Deutschland ein anderes reines Salz verwendest, ist das exakte Wiegen wichtiger als die Körnung.
Das von dir gewählte grobe Lessig-Meersalz ist ohne zugesetztes Jod und ohne Rieselhilfen angegeben. Wenn du es für dieses Rezept nutzt, dosiere es ausschließlich nach Gewicht und nicht nach Volumen.
Drei Helfer für gleichmäßige Kohlstreifen und dichtes Einfüllen.

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30-cm-Holzstampfer, um Kohl im Gefäß nach unten zu drücken und Saft nach oben zu bringen.
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Entferne beschädigte Außenblätter, spüle den Kohl unter kaltem Wasser ab und lasse ihn gut abtropfen. Viertle den Kopf, entferne den Strunk und schneide oder hoble den Kohl in gleichmäßige, feine Streifen. Gleichmäßigkeit hilft dir später beim festen Packen.

Gib den Kohl in eine große Schüssel, verteile die 20 g Salz gleichmäßig und arbeite es gründlich ein. Knete und drücke den Kohl so lange, bis er deutlich weicher wird und sich am Schüsselboden eigener Saft sammelt. Du brauchst für dieses Grundrezept normalerweise keine separat angesetzte Lake, solange der Kohl genug Flüssigkeit freigibt.
Ein Krauthobel erleichtert große Mengen, eine Mandoline ist für kleinere Mengen platzsparender. Ein Holzstampfer kann beim Verdichten im Gefäß helfen – das gründliche Mischen von Kohl und Salz ersetzt er nicht.

Reinige Gefäß, Gewicht und Arbeitsgeräte gründlich. Wenn du einem geprüften Kleinglas-Verfahren folgst, übernimm dessen Vorgaben zur Vorbereitung beziehungsweise Sterilisation der Gläser. Vermeide ungeeignete Metalle oder beschädigte, nicht lebensmittelechte Behälter.
Fülle den gekneteten Kohl portionsweise ein und drücke jede Lage kräftig nach unten. Ziel ist, Lufttaschen zu verringern und die eigene Lake nach oben zu drücken. Lass ausreichend Kopfraum, weil während der aktiven Gärung Gas entsteht und Flüssigkeit steigen kann.
Setze ein sauberes Fermentiergewicht ein. Der Kohl soll unter der Flüssigkeitsoberfläche bleiben. Wenn die eigene Flüssigkeit trotz gründlichen Knetens nicht ausreicht, orientiere dich für zusätzliche Salzlake an einem geprüften Rezept und nicht an frei gewählten Mischungen.
Fermentationsgase müssen sicher entweichen können. Ein Gärtopf mit Wasserrinne oder ein Einwegventil erledigt das automatisch. Bei anderen Gefäßen ist die korrekte Handhabung vom jeweiligen Verschluss abhängig. Verschließe ein aktives Ferment nicht entgegen der Herstelleranleitung druckdicht.
Stelle das Gefäß auf einen Teller oder ein Tablett, falls Lake austritt. Halte es aus direkter Sonne und beobachte Geruch, Oberfläche und Flüssigkeitsstand. Während der ersten Tage können Bläschen und steigender Druck deutlich sichtbar sein; später nimmt die Aktivität meist ab.

Für Sauerkraut nennen NCHFP und Penn State als günstigen Bereich ungefähr 21–24 °C. In diesem Bereich ist eine vollständige Fermentation typischerweise nach etwa drei bis vier Wochen zu erwarten. Bei deutlich kühleren 15–18 °C kann sie fünf bis sechs Wochen dauern. Zu hohe Temperaturen begünstigen weiches Kraut und Fehlentwicklungen.
Die Zeit ist trotzdem kein alleiniger Freigabeschalter. Beurteile das Ferment zusammen mit Temperatur, Geruch, Oberfläche, Konsistenz und dem Verlauf der Gärung. Wenn der Ansatz unauffällig ist, kannst du den Säuregrad gegen Ende der Fermentation probieren. Bei Schimmel, Schleim oder schlechtem Geruch gilt dagegen: nicht probieren.
Fermentation verändert Geruch, Flüssigkeit und Aussehen. Das ist der Sinn des Prozesses. Entscheidend ist, normale Aktivität nicht mit klaren Verderbzeichen zu verwechseln.
| Beobachtung | Einordnung | Was du tust |
|---|---|---|
| Bläschen / etwas Druck | typisch bei aktiver Gärung | Gefäß weiter nach seiner vorgesehenen Methode führen. |
| Lake wird etwas trüb | kann bei Fermentation vorkommen | immer zusammen mit Geruch, Oberfläche und Konsistenz beurteilen. |
| dünner weißlicher Oberflächenfilm | kann Kahmhefe sein, ist aber aus der Ferne nicht sicher bestimmbar | bei Unsicherheit konservativ entsorgen. |
| pelziger/farbiger Schimmel | Verderbzeichen | nicht probieren; Ansatz entsorgen. |
| schleimige Konsistenz oder deutlich fauliger Geruch | klares Warnsignal | nicht probieren; Ansatz entsorgen. |
Ein dünner, glatter, weißlicher Film kann Kahmhefe sein. Das ist etwas anderes als pelziger oder farbiger Schimmel. Eine sichere Ferndiagnose allein anhand einer Beschreibung ist aber nicht möglich. Wenn du den Belag nicht eindeutig einordnen kannst oder weitere Warnzeichen dazukommen, ist Wegwerfen die vernünftige Entscheidung.
Wenn das Sauerkraut ausreichend fermentiert ist und dir Säure sowie Textur gefallen, lagerst du es gekühlt und gut abgedeckt. Die niedrige Temperatur verlangsamt die weitere Fermentation. Verwende bei jeder Entnahme sauberes Besteck und halte das Kraut möglichst weiter von Lake bedeckt.
Fachquellen nennen für vollständig fermentiertes und gekühltes Sauerkraut Zeiträume von mehreren Monaten. Das ist kein Freibrief: Oberfläche, Geruch und Konsistenz bleiben bei jeder Entnahme relevant. Dieser Artikel macht deshalb bewusst keine pauschale Haltbarkeitsgarantie.
Für den ersten Ansatz würde ich die Basis schlicht halten. Wenn der Grundprozess sitzt, kannst du klassische Gewürze ergänzen. Kümmel bringt eine warme, typische Krautnote; Wacholder wirkt harzig-würzig; Lorbeer gibt eine zurückhaltende Kräuternote. Die Gewürze verändern den Geschmack, aber nicht die Grundregeln zu Salz, Hygiene, Temperatur und Unter-Lake-Haltung.
Wenn du danach eine deutlich würzigere Fermentation ausprobieren möchtest, ist Kimchi selber machen der nächste logische Schritt. Für ein einfaches Gemüseferment mit Salzlake passt unser Rezept für fermentierte Gurken.
Für ein gutes Sauerkraut brauchst du keine Gerätewand. Zubehör sollte nur dann im Warenkorb landen, wenn es einen konkreten Arbeitsschritt einfacher oder reproduzierbarer macht.
Gewicht, größere Behälter und ein optionales Messgerät aus dem bestehenden Equipment-Block.

Vier Glasgewichte, um aufschwimmende Kohlstreifen unter der Flüssigkeit zu halten.
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Zwei große Bügelgläser. Für aktive Fermentation muss der Gasabzug zur verwendeten Methode passen.
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Optionaler Messwert für technisch Interessierte; ersetzt kein geprüftes Verfahren.
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Bei ungefähr 21–24 °C nennen die verwendeten Fachreferenzen etwa drei bis vier Wochen als typischen Bereich. Kühler dauert die Fermentation länger. Beurteile das Ergebnis nicht nur nach dem Kalender, sondern auch nach Geruch, Oberfläche, Konsistenz und gewünschter Säure.
Ja. Halte den Kohl während der Fermentation zuverlässig unter der Flüssigkeit. Ein passendes Fermentiergewicht erleichtert das besonders bei kleinen Gläsern.
Knete den gesalzenen Kohl zunächst gründlicher und drücke ihn kräftig zusammen. Reicht die Eigenlake trotzdem nicht, verwende nur eine Salzlake nach einer verlässlichen Rezeptvorgabe. Gib nicht einfach ungesalzenes Wasser dazu.
Kleine Chargen in Gläsern sind möglich. Wichtig sind vollständige Unter-Lake-Haltung, ausreichend Kopfraum und eine Verschlussmethode, bei der entstehende Fermentationsgase sicher entweichen können.
Am einfachsten ist ein reines Salz ohne unnötige Zusätze, exakt nach Gewicht dosiert. US-Fachquellen bevorzugen Einmach- beziehungsweise Pickling-Salz. Die vorgegebene Salzmenge des gewählten Rezepts solltest du nicht reduzieren.
Eine gewisse Trübung kann während der Milchsäuregärung auftreten. Beurteile sie immer zusammen mit Oberfläche, Geruch und Konsistenz. Pelziger Schimmel, Schleim oder deutlich fauliger Geruch sind dagegen Warnzeichen.
Bei sichtbarem pelzigem oder farbigem Schimmel nicht probieren. Für diesen Anfänger-Guide gilt die konservative Empfehlung: den Ansatz entsorgen.
Nicht pauschal. Das hängt vom verwendeten Gefäß und Verschluss ab. Systeme mit Wasserrinne oder Einwegventil sind gerade dafür gedacht, Gase kontrolliert entweichen zu lassen. Folge der Anleitung deines Systems.
Nach abgeschlossener Fermentation gut abgedeckt im Kühlschrank lagern. Sauberes Besteck verwenden und den Kohl möglichst weiter von Lake bedeckt halten.
Für den Einstieg brauchst du vor allem einen klaren Prozess: 1 kg Weißkohl, 20 g Salz, gründlich kneten, fest einfüllen und konsequent unter Lake halten. Ein gutes Fermentiergefäß und ein passendes Gewicht machen die Handhabung bequemer, ersetzen diese Grundregeln aber nicht.
Halte die Temperatur im empfohlenen Bereich, gib dem Ferment Zeit und nimm Warnzeichen ernst. So wird aus einem einfachen Kohlkopf ein planbares Fermentationsprojekt, bei dem du jederzeit weißt, welcher Schritt als Nächstes kommt.
Die 20-g/kg-Rezeptbasis dieses deutschen Guides stützt sich auf die Gewichtsregel der Colorado State University Extension von 2–2,5 Prozent Salz bezogen auf das vorbereitete Kohlgewicht. NCHFP und Penn State veröffentlichen eigene geprüfte Verfahren mit festen, teilweise höheren Salzverhältnissen; sie werden hier für ergänzende Prozess- und Sicherheitsangaben herangezogen, nicht als Beleg für 20 g/kg. Das BZfE dient ergänzend zur allgemeinen Einordnung der Gemüsefermentation.
Affiliate-Hinweis: Einige Produktlinks sind Affiliate-Links. Wenn du darüber einkaufst, kann Einfach Haltbar eine Provision erhalten. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
Ein ausreichend großes, lebensmittelechtes Gefäß gründlich reinigen und die benötigten Utensilien bereitlegen.
Fein geschnittenen und mit der Rezeptmenge Salz bearbeiteten Kohl portionsweise fest in das Gefäß drücken.
Kohl und lose Stücke zuverlässig unter der Flüssigkeit halten; bei Bedarf ein passendes Fermentiergewicht verwenden.
Das Gefäß nach der vorgesehenen Methode führen und sicherstellen, dass entstehendes Gas passend zum System entweichen kann.
Temperatur und Zeit nach der Anleitung einordnen und Oberfläche, Geruch und Konsistenz regelmäßig beurteilen.
Für kleinere oder größere Ansätze findest du zusätzlich die separate Fermentierglas-Kaufberatung.
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Salz, Ablauf und Sicherheitscheck als übersichtliche Checkliste zum Nachschlagen.
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