
Nongshim Gochugaru Flocken
Koreanische Chiliflocken für Farbe, Schärfe und den typischen Kimchi-Geschmack.
Bei Amazon ansehenFermentieren · Kimchi
Ein klar aufgebautes Kimchi-Rezept vom Einsalzen bis zum Kühlschrank – inklusive Zutaten, Equipment, Temperaturorientierung und Fehlgärungs-Check.
Chinakohl einsalzen, Würzpaste anrühren und sauber abfüllen. Danach Fermentation und Textur beobachten.

Das Einsalzen entzieht Wasser und bereitet den Chinakohl für die Würzpaste vor.
Bei ungefähr 19–22 °C nennt der vorhandene Guide oft 2–4 Tage als praktikablen Bereich.
Mit sauberen Händen, Gefäßen und Utensilien arbeiten.
Gemüse möglichst unter der Flüssigkeit halten.
Ausreichend Kopfraum lassen, weil Gas und Flüssigkeit nach oben gedrückt werden können.
Nach gewünschter Säure und Textur in den Kühlschrank stellen.
Bei eindeutig fauligem Geruch, pelzigem Schimmel oder deutlichen Verderbzeichen nicht probieren.
Viele Menschen denken, dass das Fermentieren von Gemüse zu Hause eine komplizierte Wissenschaft ist. In Wirklichkeit ist die Zubereitung von traditionellem Chinakohl-Kimchi mit einer klaren Methode auch zu Hause gut nachvollziehbar.
Dieser Ratgeber bietet dir ein einfach aufgebautes Kimchi-Rezept für Anfänger, das etwa ein Liter köstliches Ferment ergibt. Du lernst alle wichtigen Schritte: vom richtigen Einsalzen des Kohls über das Anrühren der würzigen Paste bis hin zum sicheren Kontrollieren der Fermentation bei Raumtemperatur.

Die Wissenschaft hinter deinem neuen Lieblings-Ferment zu verstehen, macht das Selbermachen noch spannender. Kimchi gehört zu den bekanntesten Gerichten Koreas und verbindet Säure, Schärfe, Umami und typische Fermentationsaromen. Als klassisches fermentiertes Lebensmittel ist es eine beliebte Möglichkeit, Gemüse durch Milchsäuregärung haltbar zu machen.
Im Kern ist Kimchi traditionell eingesalzenes und milchsauer fermentiertes Gemüse. Obwohl es Hunderte regionale Varianten gibt, konzentriert sich dieser Ratgeber auf den absoluten Klassiker mit Chinakohl (Baechu-Kimchi). Wenn du dein Kimchi selber machst, behältst du die volle Kontrolle über die Schärfe, den Salzgehalt und die Zutaten.
Die Magie der Kimchi-Fermentation beruht auf der natürlichen Milchsäuregärung. Zu Beginn entzieht unraffiniertes Meersalz dem Kohl Wasser, macht die Zellstruktur mürbe und unterdrückt unerwünschte Keime. Sobald das ideale Milieu geschaffen ist, verwandeln natürliche Milchsäurebakterien den fruchteigenen Zucker in wertvolle Milchsäure.
Dieser Prozess verleiht dem Kimchi seinen typisch spritzigen, erfrischend-säuerlichen Geschmack. Während der Reifung verbinden sich die Gewürze zu einer tiefen Umami-Note. Je länger das Glas steht, desto komplexer wird das Aroma.
Wenn du die Grundlagen der Milchsäuregärung, Salzverhältnisse und typische Warnzeichen zuerst verstehen möchtest, lies auch unseren ausführlichen Guide „Fermentieren für Anfänger“. Für ein noch einfacheres Einstiegsrezept mit Salzlake eignet sich außerdem unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Gurken fermentieren.
Wenn du neben dem Fermentieren auch gerne Obst und Gemüse durch Dörren haltbar machst, schau dir außerdem unseren Dörrautomat-Kaufberater an.
Für authentisches Kimchi benötigst du ein paar spezielle Grundzutaten. Für den typischen Kimchi-Geschmack sind koreanische Gochugaru-Chiliflocken besonders empfehlenswert. Zum Einsalzen eignet sich grobes Salz ohne Zusätze besonders gut. Hier sind passende Zutaten und Helfer auf einen Blick:
Zwei Spezialzutaten und ein Fermentier-Set für dein Kimchi.

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Für den leichten Reisbrei, der die Würzpaste besser am Chinakohl haften lässt.
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Für einen Standard-Ansatz (ca. 1 kg Chinakohl) benötigst du folgende Verhältnisse:
| Zutat / Utensil | Menge | Funktion im Rezept |
|---|---|---|
| Chinakohl | 1 Kopf (ca. 1 kg) | Feste Gemüsebasis |
| GreenValence Meersalz (groß) | ca. 50-60 g | Entzieht Wasser & konserviert |
| Nongshim Gochugaru Flocken | 3 bis 6 EL | Authentische Schärfe & rote Farbe |
| Farmer Klebreismehl | 1 EL Mehl + 100 ml Wasser | Bindemittel, damit die Paste haftet |
| Knoblauch & Frischer Ingwer | 4 Zehen Knoblauch, 1 Daumen Ingwer | Aromatische Würze |
| Fischsauce (oder Sojasauce für vegan) | 3 bis 4 EL | Herzhafte Umami-Note |
| Karotte & Frühlingszwiebeln | 1 Karotte, 1 Bund Lauchzwiebeln | Knusprige Textur & Frische |

Das gründliche Einsalzen sorgt für die perfekte Knackigkeit des Kohls. Gehe wie folgt vor:
Schneide den Strunk des Chinakohls ein und teile ihn längs in Viertel. Schneide die Viertel anschließend in mundgerechte, ca. 3–4 cm große Stücke. Gib den Kohl in eine große Schüssel und bestreue ihn gleichmäßig mit dem jodfreien GreenValence Meersalz. Massiere das Salz leicht in die Blätter ein.
Lass den gesalzenen Kohl etwa 1,5 bis 2 Stunden stehen. Wende ihn alle 30 Minuten, damit das Salz gleichmäßig wirkt. Der Kohl verliert spürbar an Volumen und wird biegsam. Spüle den Kohl anschließend mindestens 3 Mal gründlich mit kaltem Wasser ab, um überschüssiges Salz zu entfernen. Lass ihn danach etwa 30 Minuten gut in einem Sieb abtropfen.

Koche 1 EL Farmer Klebreismehl mit 100 ml Wasser in einem kleinen Topf unter Rühren auf, bis eine leicht zähflüssige Paste entsteht. Gib 1 TL Zucker hinzu und lass den Brei komplett abkühlen. Verrühre den abgekühlten Brei mit den Nongshim Gochugaru Flocken, feingeriebenem Knoblauch, Ingwer und der Fischsauce zu einer dicken, leuchtend roten Paste.
Schneide Karotten und Rettich in feine Stifte. Mit einem scharfen Benriner Gemüsehobel gelingen die gleichmäßigen Julienne-Streifen im Handumdrehen. Schneide die Frühlingszwiebeln in ca. 3 cm lange Stücke.

Wichtig: Chilipulver brennt stark auf der Haut! Ziehe dir vor dem Mischen unbedingt lebensmittelechte Handschuhe wie die EUROPAPA Nitrilhandschuhe an. Mische den abgetropften Kohl, die Gemüsestifte und die Würzpaste in einer großen Schüssel gründlich durch, bis jedes Blättchen rot bedeckt ist.
Drücke das Kimchi dicht und fest in dein Fermentationsgefäß. Es dürfen keine großen Luftblasen entstehen. Dafür eignen sich verschiedene Gefäße. Wenn du noch kein passendes System hast, findest du in unserem Vergleich der 7 besten Fermentiergläser & Starter-Sets passende Optionen für Anfänger, Airlock-Systeme und größere Mengen. Möchtest du dasselbe Prinzip zunächst mit einem besonders einfachen Gemüse ausprobieren, findest du hier unser Rezept für knackige fermentierte Gurken.
Für Kimchi kannst du zwischen einem modernen Fermentierbehälter und klassischen Steinzeug-Gärtöpfen wählen. Entscheidend sind ausreichend Volumen, ein zur Methode passender Gasabzug und die Möglichkeit, das Gemüse zuverlässig unter der Flüssigkeit zu halten.
Drei unterschiedliche Gefäßlösungen – vom klassischen Steinzeugtopf bis zum modernen Fermentierbehälter.

Großer Steinzeug-Gärtopf mit Wasserrinne – interessant für größere Kimchi-Chargen und klassische Fermentation.
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Kompakter moderner Fermentierbehälter mit Innendeckel – praktisch, wenn Kimchi sauber unter der Flüssigkeit gehalten werden soll.
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Kleinerer Steinzeug-Gärtopf mit traditioneller Wasserrinne – passend für überschaubare Kimchi-Mengen.
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Normales Glas? Dann können Westmark Fermentiergewichte aus Glas helfen, Gemüse unter der Flüssigkeit zu halten.
Lass oben im Gefäß ausreichend Kopfraum, weil die Fermentation Gas bildet und Flüssigkeit nach oben gedrückt werden kann.
Stelle dein Gefäß lichtgeschützt bei Raumtemperatur (18 °C bis 22 °C) auf. Je nach Raumtemperatur dauert die Hauptfermentation unterschiedlich lange:
| Temperatur | Dauer Raumtemperatur | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Kühl (16 °C – 18 °C) | 4 bis 6 Tage | Langsame Bläschenbildung, milder Geschmack |
| Ideal (19 °C – 22 °C) | 2 bis 4 Tage | Deutliche Bläschen, erfrischend-säuerlicher Duft |
| Warm (23 °C – 25 °C) | 1 bis 2 Tage | Sehr schnelle Gärung, Kohl wird schneller weich |
Probiere ab Tag 2 täglich mit einer sauberen Gabel. Sobald das Kimchi angenehm spritzig und leicht säuerlich schmeckt, wandert es in den Kühlschrank. Durch die Kälte verlangsamt sich die Fermentation deutlich; Geschmack und Textur entwickeln sich im Kühlschrank langsam weiter.
Ja. Frisch angemachtes Kimchi ist bereits essbar, hat aber noch nicht den typischen säuerlichen Fermentationsgeschmack. Dieser entwickelt sich erst während der Reifung.
Bei ungefähr 19–22 °C sind für einen kleinen Ansatz oft etwa 2–4 Tage ein praktikabler Bereich. Probiere ab dem zweiten Tag mit sauberem Besteck und stelle das Glas in den Kühlschrank, sobald dir Säure und Textur gefallen.
Während der Fermentation entsteht Gas und Flüssigkeit kann nach oben gedrückt werden. Lass ausreichend Kopfraum und stelle das Glas vorsichtshalber auf einen Teller oder ein Tablett.
Ersetze Fischsauce durch eine pflanzliche Umami-Komponente wie Sojasauce oder einen milden Kombu-Sud. Dadurch verändert sich das Aroma etwas, die Grundmethode bleibt aber gleich.
Für den typischen Kimchi-Geschmack und die charakteristische Farbe ist koreanisches Gochugaru die passendste Wahl. Andere Chiliflocken können deutlich schärfer oder aromatisch anders ausfallen.
Bläschen, Druckaufbau und ein zunehmend säuerlicher Geruch sind typische Veränderungen. Bei eindeutig fauligem Geruch, pelzigem Schimmel oder anderen deutlichen Verderbzeichen solltest du den Ansatz nicht probieren.
Chinakohl vorbereiten und mit der im Rezept vorgesehenen Salzmenge einsalzen.
Nach der vorgesehenen Einwirkzeit den Kohl gründlich ausspülen und gut abtropfen lassen.
Reisbrei, Gochugaru, Knoblauch, Ingwer und die weiteren Würzzutaten zur Paste verarbeiten.
Karotte und Frühlingszwiebeln vorbereiten und die Würzpaste gleichmäßig mit dem Chinakohl vermengen.
Kimchi in ein geeignetes Gefäß geben, Kopfraum lassen, Fermentation beobachten und bei gewünschter Säure und Textur kühlen.
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