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Dörren · Praxis-Guide

Pilze dörren

Sicher bestimmen. Vollständig trocknen. Vor dem Essen mind. 15 Min. garen.

Schale mit natürlich getrockneten Pilzscheiben neben frischen Pilzen
In diesem Artikel
JANur sicher bestimmte Speisepilze

Frische, einwandfreie Pilze verwenden und Wildpilze nur trocknen, wenn die Art sicher als essbar bestimmt ist.

NEINUnsichere Wildpilze nicht trocknen

Bestimmungs-Apps sind kein Ersatz für sichere Artenkenntnis. Bei Unsicherheit eine Pilzberatung nutzen.

SICHERHEIT

Artbestimmung kommt vor Temperatur und Dörrzeit

ARTBESTIMMUNG

Nur eindeutig als essbar bestimmte Pilze trocknen.

PILZBERATUNG

Apps nicht als alleinige Bestimmungsquelle nutzen; bei Unsicherheit fachkundige Pilzberatung einholen.

TROCKNUNG

Für die Lagerung vollständig trocken und brüchig trocknen und erst ausgekühlt verpacken.

GAREN

Getrocknete bzw. eingeweichte Pilze vor dem Essen vollständig garen; der BfR-Hinweis im Artikel nennt mindestens 15 Minuten.

Sicherheitshinweis: Trocknen ist kein Garprozess und kein Entgiftungsverfahren.

Pilze dörren ist eine praktische Methode, um aromatische Speisepilze platzsparend zu konservieren. Für gleichmäßige Ergebnisse kommt es vor allem auf frische Pilze, gleichmäßige Scheiben, kontrollierte Wärme und vollständige Trocknung an. Im Dörrautomat ist ein Bereich von etwa 45–50 °C ein sinnvoller Startpunkt, sofern die Anleitung deines Geräts nichts anderes vorgibt.

Bei Wildpilzen steht die Sicherheit noch vor Temperatur und Dörrzeit: Verarbeite nur Arten, die du zweifelsfrei als Speisepilze erkannt hast. Eine App kann Hinweise liefern, ersetzt aber keine sichere Bestimmung. Wenn du unsicher bist, lass deinen Fund von einer Pilzberatung prüfen.

In diesem Guide erfährst du, welche Pilze sich gut trocknen lassen, wie du sie vorbereitest, woran du den richtigen Trockengrad erkennst und wie du sie danach lagerst und verwendest. Die Grundlagen zu Luftzirkulation, Trockentest und Lagerung findest du zusätzlich im großen Dörr-Guide für Anfänger.

Das Wichtigste zum Pilze dörren

  • Nur frische, einwandfreie und sicher bestimmte Speisepilze verwenden.
  • Pilze möglichst gleichmäßig in etwa 4–6 mm dicke Scheiben schneiden.
  • Im Dörrautomat sind etwa 45–50 °C ein guter Startbereich.
  • Die Dörrzeit ist nur ein Richtwert: Lagerfähig sind Pilze erst, wenn sie vollständig trocken und brüchig sind.
  • Vor dem Verpacken komplett auskühlen lassen und trocken, dunkel und luftdicht lagern.
  • Getrocknete Pilze vor dem Essen vollständig garen; das BfR empfiehlt für Pilzmahlzeiten mindestens 15 Minuten Garzeit.

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Welche Pilze eignen sich zum Dörren?

Verschiedene Speisepilze in Scheiben neben einem Dörrautomat

Zum Trocknen eignen sich vor allem feste, frische Speisepilze. Für den Einstieg sind Zuchtpilze angenehm, weil Qualität und Art leichter einzuschätzen sind. Champignons, Shiitake, Austernpilze und Kräuterseitlinge lassen sich gut in gleichmäßige Scheiben schneiden und unkompliziert kontrollieren.

Auch aromatische Waldpilze wie Steinpilze oder Maronen werden traditionell getrocknet. Bei selbst gesammelten Pilzen ist die sichere Artbestimmung jedoch zwingend. Trocknen ist keine Methode, um einen unbekannten oder möglicherweise giftigen Pilz „sicher“ zu machen.

  • Champignons: unkompliziert, gleichmäßige Struktur und gut für erste Dörrversuche.
  • Steinpilze: intensives Aroma; größere Exemplare gleichmäßig in Scheiben teilen.
  • Maronen-Röhrlinge: nur frische, einwandfreie Exemplare verarbeiten und sorgfältig trocknen.
  • Shiitake: kräftiges Aroma; sehr feste Stiele je nach Verwendung separat schneiden.
  • Austernpilze & Kräuterseitlinge: größere Stücke längs in gleichmäßige Scheiben schneiden.

Sehr weiche, schleimige, stark beschädigte oder auffällig riechende Pilze gehören nicht in den Dörrautomaten. Das BZfE rät generell zu frischen Pilzen und dazu, schmierige oder deutlich beschädigte Ware nicht zu verwenden.

Wichtig bei Wildpilzen: Nur sicher bestimmte Speisepilze trocknen

Geschnittene Pilze auf einem Brett neben einem Dörrautomaten

Bei Wildpilzen ist die Artbestimmung der entscheidende Schritt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, grundsätzlich nur Pilze zu sammeln und zuzubereiten, die du sicher als Speisepilze erkennst. Pilz-Apps können bei der Orientierung helfen, sollten aber niemals die einzige Bestimmungsquelle sein.

SICHERHEIT

Bei Unsicherheit nicht experimentieren

Wenn du einen Fund nicht zweifelsfrei bestimmen kannst, lass ihn von einer Pilzberatung oder einer Person mit nachgewiesener Pilzkunde prüfen. Unsicher bestimmte Exemplare werden nicht gegessen und auch nicht getrocknet.

Trocknen ist kein Garprozess und kein Entgiftungsverfahren. Auch getrocknete Speisepilze solltest du vor dem Verzehr vollständig garen. Das BfR empfiehlt, jede Pilzmahlzeit mindestens 15 Minuten zu garen.

Die offiziellen Hinweise findest du beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Pilze zum Trocknen vorbereiten

Pilze putzen und gleichmäßig in dünne Scheiben für den Dörrautomat schneiden

Pilze putzen oder waschen?

Entferne Erde, Nadeln und lose Verschmutzungen zuerst mit einer kleinen Pilzbürste oder einem leicht feuchten Tuch. Das BZfE nennt eine kleine Bürste ausdrücklich als praktische Hilfe bei der Pilzvorbereitung.

Wenn Pilze stärker verschmutzt sind, kannst du sie kurz abspülen. Vermeide langes Wässern und tupfe sie anschließend sorgfältig trocken. Je mehr zusätzliche Oberflächenfeuchte in den Dörrautomat kommt, desto länger dauert der Prozess.

Wie dick sollten Pilzscheiben sein?

Für die meisten größeren Pilze sind etwa 4–6 mm eine gute Ausgangsdicke. Viel wichtiger als der exakte Millimeterwert ist, dass die Stücke möglichst gleichmäßig sind. Für größere Mengen helfen ein scharfes Pilzmesser oder eine verstellbare Mandoline / ein Gemüsehobel, reproduzierbar dünne Scheiben zu schneiden. So trocknen die Stücke in ähnlichem Tempo und du erkennst Restfeuchte leichter.

VORBEREITUNG

Sauber putzen und gleichmäßig schneiden

Diese Helfer sind dann sinnvoll, wenn du häufiger größere Mengen vorbereitest. Für kleine Portionen reichen Bürste und Küchenmesser natürlich aus.

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Eine Mandoline erleichtert bei größeren Mengen reproduzierbar dünne Scheiben; Schnittschutzhandschuhe sind laut Produktbezeichnung enthalten.

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Pilze im Dörrautomat trocknen: Schritt für Schritt

Dünne Pilzscheiben gleichmäßig auf den Ebenen eines Dörrautomaten verteilt

1. Dörrgerät vorbereiten und Pilze verteilen

Lege die Pilzscheiben einlagig auf die sauberen Dörrgitter. Die Stücke sollten sich nicht überlappen. Gute Luftzirkulation ist wichtiger als möglichst viel Inhalt pro Durchgang.

2. Temperatur einstellen

Starte im Dörrautomat mit etwa 45–50 °C. Dieser Bereich ist ein praxisnaher Ausgangspunkt für dünne Pilzscheiben. Prüfe trotzdem die Anleitung deines Geräts, denn Luftführung, Sensorposition und Leistung unterscheiden sich.

3. Während des Dörrens kontrollieren

Kontrolliere nach einigen Stunden mehrere Stellen des Geräts. Wenn verschiedene Ebenen unterschiedlich schnell trocknen, kannst du die Einschübe tauschen oder bereits fertige Stücke früher entnehmen.

4. Trockengrad prüfen

Für die Lagerung sollen die Pilze vollständig trocken und brüchig sein. Dickere Stücke dürfen im Inneren keine weichen oder feuchten Stellen mehr haben. Prüfe mehrere Scheiben aus unterschiedlichen Bereichen und lass Teststücke kurz abkühlen.

Pilze dörren: Temperatur und Dauer im Überblick

Pilzscheiben im Dörrautomat bei kontrollierter Temperatur trocknen

Die Uhr liefert nur eine Orientierung. Pilzart, Scheibendicke, Ausgangsfeuchte, Raumklima, Beladung und Gerät können die Dörrzeit deutlich verändern. Deshalb sind feste Versprechen wie „nach genau fünf Stunden fertig“ nicht sinnvoll.

Pilze / SchnittStartbereichGrobe RichtzeitFertig, wenn …
Champignons, 4–6 mm45–50 °Cca. 4–8 Std.die Scheiben vollständig trocken und brüchig sind
Steinpilze, dünn45–50 °Cca. 5–9 Std.auch dickere Stellen keinen weichen Kern mehr haben
Maronen / Mischpilze45–50 °Cca. 6–10+ Std.mehrere Teststücke trocken durchbrechen
Shiitake / Kräuterseitlinge45–50 °Cca. 5–10 Std.keine fühlbare Restfeuchte mehr vorhanden ist

Sehr dicke Stücke oder ein stark beladenes Gerät können deutlich länger brauchen; sehr dünne Scheiben sind früher fertig. Für die Lagerfähigkeit zählt am Ende der Trockentest, nicht die Stoppuhr.

Pilze im Backofen trocknen

Ohne Dörrautomat funktioniert auch der Backofen. Das BZfE empfiehlt für das Dörren im Backofen niedrige Temperaturen von etwa 40–50 °C und einen kleinen Türspalt, damit feuchte Luft entweichen kann. Nutze Umluft, wenn dein Backofen diese Funktion bietet.

  1. Pilze gleichmäßig auf einem Rost oder geeigneten Blech verteilen.
  2. Backofen auf etwa 40–50 °C Umluft einstellen.
  3. Für Feuchteabzug sorgen; beispielsweise die Tür einen kleinen Spalt geöffnet halten, sofern das bei deinem Gerät sicher möglich ist.
  4. Pilze regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf die Position der Bleche wechseln.
  5. Erst herausnehmen, wenn die Stücke vollständig trocken und brüchig sind.

Der Backofen braucht meist mehr Aufmerksamkeit und Energie. Wenn du regelmäßig größere Mengen trocknest, ist ein Dörrautomat komfortabler. Bei der Gerätewahl hilft dir unser Dörrautomat-Kaufratgeber.

Kann man Pilze an der Luft trocknen?

Ja, unter passenden Bedingungen. Das BZfE nennt für das Trocknen an der Luft gut geschützte Orte mit mindestens etwa 30 °C. Entscheidend sind trockene Luft, gute Belüftung sowie Schutz vor Staub und Insekten.

Für Pilze ist diese Methode wetterabhängiger als ein Dörrautomat. Wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist oder Stücke zu langsam trocknen, können sie verderben. Bei unsicheren Bedingungen ist ein kontrolliertes Gerät die zuverlässigere Wahl.

Woran erkennt man, dass Pilze trocken genug sind?

Lagerfähige Pilze fühlen sich nicht gummiartig oder feucht an. Dünne Scheiben sollten trocken, fest und brüchig sein. Prüfe besonders die dicksten Stücke und die Bereiche, die im Gerät am langsamsten trocknen.

  • Gut: trocken bis in den Kern, bricht bei Druck, keine weichen Stellen.
  • Noch nicht fertig: biegsam-gummiartig, innen weich oder deutlich feucht.
  • Nach dem Abkühlen prüfen: Wärme kann den Eindruck des Trockengrads verfälschen.
  • Mehrere Stellen testen: nicht nur eine Scheibe von der vorderen Ebene.

Werden die Pilze später im Glas wieder weich oder bildet sich Kondenswasser, war die Restfeuchte zu hoch oder Feuchtigkeit ist eingedrungen. Dann musst du den Vorrat sofort kontrollieren. Bei sichtbarem Schimmel oder eindeutig muffigem, verdorbenem Geruch wird der betroffene Vorrat entsorgt.

Getrocknete Pilze richtig abkühlen und lagern

Fülle Pilze niemals warm in ein geschlossenes Gefäß. Lass sie zuerst vollständig auf Raumtemperatur kommen. Sonst kann sich im Behälter Kondenswasser bilden.

Danach eignen sich saubere, trockene und gut schließende Bügelgläser oder geeignete Beutel. Für größere, fertig getrocknete Portionen kann ein Vakuumierer die Portionierung erleichtern. Lagere die Pilze trocken, dunkel und möglichst kühl. Kontrolliere frisch abgefüllte Vorräte in den ersten Tagen auf Kondenswasser und weiche Stellen.

AUFBEWAHRUNG

Trocken lagern und Portionen sauber verpacken

Gut schließende Behälter sind die Basis. Ein Vakuumierer kann beim Portionieren helfen. Trockenmittel sind nur dann sinnvoll, wenn der Hersteller sie ausdrücklich für den vorgesehenen Einsatz freigibt.

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10-in-1 Vakuumierer mit doppelter Schweißnaht laut Produktbezeichnung zum Portionieren vollständig ausgekühlter, fertig getrockneter Vorräte.

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Trockenmittel-Beutel zur Feuchtigkeitskontrolle. Nur gemäß Herstellerfreigabe verwenden, Beutel geschlossen lassen und nicht verzehren.

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Getrocknete Pilze einweichen und verwenden

Für Suppen, Saucen, Risotto oder Schmorgerichte kannst du getrocknete Pilze zunächst in lauwarmem Wasser einweichen, bis sie wieder weich sind. Je nach Dicke dauert das häufig etwa 20–30 Minuten.

Das Einweichwasser enthält viel Aroma. Wenn du es weiterverwenden möchtest, gieße es vorsichtig ab und filtere mögliche Sand- oder Erdpartikel mit einem sehr feinen Sieb oder Filter heraus.

WICHTIG

Nach dem Einweichen vollständig garen

Getrocknete Pilze sind durch das Dörren nicht „gekocht“. Das BfR empfiehlt, Pilzmahlzeiten mindestens 15 Minuten zu garen. Plane diesen Garschritt auch für rehydrierte Pilze ein.

Wenn getrocknete Pilze ungewöhnlich riechen, sichtbaren Schimmel zeigen oder du Zweifel an der ursprünglichen Artbestimmung hast, werden sie nicht verwendet.

Pilzpulver selber machen

Vollständig trockene Pilze lassen sich zu einem intensiven Würzpulver mahlen. Dafür müssen die Stücke wirklich spröde sein; Restfeuchte führt schnell zu Klumpen und verschlechtert die Lagerstabilität.

  1. Nur vollständig trockene, abgekühlte Speisepilze verwenden.
  2. In einer sauberen Gewürz- oder Hochleistungsmühle fein mahlen.
  3. Pulver kurz absetzen lassen, damit beim Öffnen weniger Staub austritt.
  4. Sofort in ein sauberes, trockenes, luftdichtes Gefäß füllen.
  5. Auch Pilzpulver beim Kochen ausreichend erhitzen und nicht als Rohprodukt verwenden.

Pilzpulver eignet sich in kleinen Mengen zum Würzen von Saucen, Suppen, Risotto oder Fonds. Es ist außerdem praktisch für kleine Bruchstücke, die nach dem Dörren übrig bleiben.

Häufige Fehler beim Pilze trocknen

  • Unsichere Wildpilze verarbeiten: Artbestimmung immer vor dem Dörren klären; im Zweifel Pilzberatung nutzen.
  • Zu dick oder ungleichmäßig schneiden: außen trocken, innen noch feucht – gleichmäßige Scheiben erleichtern die Kontrolle.
  • Gitter überladen: Überlappungen bremsen die Luftzirkulation. Lieber einen zweiten Durchgang einplanen.
  • Nur nach Zeit gehen: Richtzeiten ersetzen nicht den Trockentest.
  • Zu früh einpacken: warme Pilze können Kondenswasser verursachen. Erst vollständig auskühlen lassen.
  • Weiche Pilze langfristig lagern: für Vorräte konsequent bis vollständig trocken und brüchig dörren.
  • Dörren mit Garen verwechseln: getrocknete Pilze vor dem Essen vollständig garen.

Dörrautomat für Pilze: Was ist wirklich wichtig?

Für Pilze brauchst du kein Spezialgerät. Entscheidend sind eine fein regelbare Temperatur, gute Luftzirkulation, genügend Dörrfläche und leicht zu reinigende Einschübe. Für sehr kleine Stücke kann eine passende Silikon-Dörrfolie sinnvoll sein, damit nichts durch gröbere Gitter fällt. Timer und mehrere Ebenen sind angenehm, aber kein Ersatz für die Kontrolle des Trockengrads.

DÖRRAUTOMATEN

Drei praktische Geräte für unterschiedliche Mengen

Entscheide nach verfügbarem Platz, gewünschter Dörrfläche und Bedienung – nicht nach einer pauschalen „Testsieger“-Behauptung.

Du suchst noch einen passenden Dörrautomaten? Erst die Kaufkriterien klären

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Weitere Geräteoption für regelmäßig größere Dörrchargen. Einschubfläche und benötigte Temperatur vor dem Kauf prüfen.

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DÖRRZUBEHÖR

Dörrmatten und Arbeitsfläche für kleine Stücke

Bei kleinen Pilzstücken kann eine feinere Unterlage verhindern, dass etwas durch die Gitter fällt. Prüfe vor dem Kauf die Maße deines Geräts.

Wenn du noch zwischen mehreren Geräten schwankst, findest du im Dörrautomat kaufen – Ratgeber die wichtigsten Kaufkriterien ausführlicher.

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Vier wiederverwendbare Dörrmatten im Format 24 × 24 cm; passend nur, wenn die Maße zu deinem Gerät passen.

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Diese Kombination deckt Reinigen, Schneiden, Dörren und Lagern ab. Du brauchst nicht zwingend jedes Teil – wähle nur, was zu deiner Menge und deinem Ablauf passt.

  1. Reinigen: Lampox Pilzbürste →
  2. Schneiden: verstellbarer Edelstahl-Gemüsehobel →
  3. Dörren: COSORI Edelstahl-Dörrautomat →
  4. Kleine Stücke sichern: Silikon-Dörrmatten →
  5. Aufbewahren: große Bügelgläser →
  6. Optional Feuchtigkeit kontrollieren: Silicagel-Beutel → – nur gemäß Herstellerfreigabe einsetzen.
FAQ

FAQ: Pilze dörren

Bei welcher Temperatur sollte man Pilze dörren?

Im Dörrautomat sind etwa 45–50 °C ein sinnvoller Startbereich. Die Geräteanleitung hat Vorrang. Im Backofen nennt das BZfE für das Dörren niedrige Temperaturen von etwa 40–50 °C.

Wie lange brauchen Pilze im Dörrautomat?

Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Dünne Scheiben liegen häufig grob im Bereich von vier bis zehn Stunden, dicke oder sehr feuchte Stücke können länger brauchen. Entscheidend ist, dass die Pilze vollständig trocken und brüchig sind.

Werden giftige Pilze durch Trocknen ungefährlich?

Nein. Trocknen ist kein Entgiftungsverfahren. Verwende nur sicher bestimmte Speisepilze und lass Wildpilze bei Unsicherheit von einer Pilzberatung prüfen.

Müssen getrocknete Pilze vor dem Essen gegart werden?

Ja. Dörren ist kein Garprozess. Das BfR empfiehlt, jede Pilzmahlzeit mindestens 15 Minuten zu garen. Das gilt auch für eingeweichte, zuvor getrocknete Pilze.

Sollte man Pilze vor dem Dörren waschen?

Leichte Verschmutzungen entfernst du am besten mit Bürste oder Tuch. Bei stärkerem Schmutz kannst du die Pilze kurz abspülen und danach sofort gründlich trockentupfen. Langes Wässern solltest du vermeiden.

Kann man Pilze auch im Backofen trocknen?

Ja. Nutze etwa 40–50 °C, möglichst Umluft und sorge dafür, dass die feuchte Luft entweichen kann. Kontrolliere häufiger als im Dörrautomat.

Wie lagere ich getrocknete Pilze?

Nach vollständigem Abkühlen trocken, dunkel, möglichst kühl und luftdicht. Prüfe in den ersten Tagen auf Kondenswasser. Bei sichtbarem Schimmel oder eindeutig verdorbenem Geruch wird der Vorrat entsorgt.

Quellen & Sicherheitshinweise

Für die sicherheitsrelevanten Aussagen wurden insbesondere die Hinweise des BfR zu Pilzvergiftungen und Pilzzubereitung, die BZfE-Hinweise zur Pilzauswahl und -zubereitung sowie die BZfE-Grundlagen zum Dörren herangezogen.

Arbeitsschritte als Checkliste
  1. Sicher bestimmen

    Nur frische, eindeutig essbare Pilze verwenden; Wildpilze bei Unsicherheit fachkundig bestimmen lassen.

  2. Reinigen & schneiden

    Schonend reinigen und möglichst gleichmäßig, etwa 4–6 mm, schneiden.

  3. Dörren

    Pilze luftig verteilen und 45–50 °C als praktischen Startbereich verwenden; Zeit nur als Richtwert behandeln.

  4. Trockengrad prüfen

    Nach kurzem Abkühlen prüfen: Für die Vorratslagerung vollständig trocken und brüchig.

  5. Abkühlen & lagern

    Erst vollständig ausgekühlt trocken, dunkel und luftdicht verpacken.

  6. Vor dem Essen garen

    Nach dem Einweichen vollständig garen; den im Artikel verlinkten BfR-Hinweis von mindestens 15 Minuten beachten.

Hinweise und passende Vertiefungen
SAFETY CHECKNur sicher bestimmte Speisepilze

Apps ersetzen keine sichere Artbestimmung. Bei Unsicherheit Pilzberatung nutzen. Trocknen macht einen giftigen Pilz nicht sicher.

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